Mentoring für Frauen und Männer in der Kirche als individuelles und personalplanerisches Förderinstrument

Mentoring
Ein neuer Weg, Frauen und Männer zu fördern?

Beim Mentoring geht es darum, dass eine erprobte Leitungskraft (Mentorin/Mentor) ihre beruflichen und persönlichen Erfahrungen weiter gibt. Die Nachwuchskraft (Mentee) wird gezielt beraten und unterstützt. Sie/Er erlebt praktisches Führungsverhalten und erhält vertiefte Einblicke in die Strukturen und die Kultur der Organisation.
Als Formen der Zusammenarbeit bieten sich an
• Persönliche Gespräche
• Reflexion der beruflichen Praxis
• Hospitationen
• Lernen an konkreten Situationen
• Gemeinsame Auswertung von Projekten
Von dem gemeinsamen Austauschprozess profitieren sowohl Mentee und Mentor/ Mentorin, als auch die Organisation.
Die Mentee gewinnt Einblick in die Anforderungen an eine Führungsposition und eignet sich Führungsqualitäten an. Sie gewinnt Kontakte und wird in formelle Netzwerke einbezogen. Die Mentorin oder der Mentor gibt Erfahrung und Wissen weiter, ist Vorbild und Begleitung mit fachlichem Rat.

Mentoring für das Hauptamt
Mentoring-Programme für Frauen sind im Öffentlichen Dienst und in der privaten Wirtschaft bereits ein etabliertes Instrument zur Förderung von Chancengleichheit.
Das Rahmenkonzept zu Mentoring von Frauen in der Kirche wurde von der Konferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in der EKD zusammen mit dem Frauenreferat der EKD erarbeitet.

Start eines neuen Durchgangs ist am 28. März 2011 mit einer Auftaktveranstaltung. Der Mentoring Prozess ist auf 12 Monate angelegt. Während dieser Zeit treffen sich die Tandems in regelmäßigen Abständen.
Um zueinander passende Paare bilden zu können, sind ausführliche Angaben sowohl der Mentoren/ bzw. Mentorinnen als auch der Mentees erforderlich.

Das Projekt bezieht sich auf den innerkirchlichen Bereich und ist sowohl als Personalentwicklungs- als auch als Frauenförder- bzw. Gleichstellungsmaßnahme einzustufen.

Mentoring für ehrenamtlich in der Kirche engagierte Frauen und Männer
 
Leben und Selbstverständnis der Kirche sind stark geprägt von Ehrenamtlichen. Zwei Drittel der Ehrenamtlichen sind Frauen. Vor allem in heraus gehobenen Positionen und kirchenleitenden Gremien auf Dekanats-, Bezirks- und Landesebene sind Frauen stark unterrepräsentiert. Mentoring richtet sich an Frauen und Männer, will jedoch in verstärktem Maße Frauen ermutigen, sich kirchenpolitisch weiter zu entwicklen.
 
Mentoring eröffnet Wege und
 

  • entwickelt ehrenamtliche Professionalität
  • fördert die Identifikation mit der kirchlichen Institution und trägt zur Entstehung von Netzwerke bei.
  • erleichtert den Einstieg in Leitungsämter und unterstützt in Übergängen
  • hilft die gegenwärtigen Situationen durch Reflexion zu klären
  • macht die Kompetenz von Ehrenamtlichen sichtbar
  • ermutigt Frauen und Männer, ihre Qualifikationen auf allen Hierarchieebenen aktiv in kirchenleitende Gremien einzubringen;
  • qualifiziert bei der aktiven Gestaltung des Ehrenamts und trägt besonders dazu bei, mehr jüngere Frauen und Männer für kirchenpolitische Ämter zu gewinnen;

Der Mentoringprozess läuft ein Jahr, während dieser Zeit treffen sich die Tandems (Mentorin bzw. Mentor und Mentee) in regelmäßigen Abständen.
 
Die Übernahme von Fahrtkosten ist mit den entsendenden Einrichtungen zu vereinbaren.
 
Flyer Mentoring im Hauptamt  
 
Informationen und Bewerbungsunterlagen erhalten Sie bei:
Evangelischer Oberkirchenrat
Büro der Beauftragten für Chancengleichheit
Gänsheidestr. 4
70184 Stuttgart
Telefon (0711) 21 49 – 571
Telefax (0711) 21 49 – 9571
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